Inhalt dieser Seite
- 1. Was ist ein Tafelbild?
- 2. Was ein gutes Tafelbild ausmacht
- 3. Ein Tafelbild planen in fünf Schritten
- 4. So sieht ein Tafelbild in Refmeister aus
- 5. Welche Arten von Tafelbildern gibt es?
- 6. Fünf Arten von Tafelbildern, mit Beispielen
- 7. Tafelbilder in der Grundschule
- 8. Das Tafelbild im Unterrichtsentwurf
- 9. So hilft dir Refmeister
- 10. Lernziele im 1+2-Modell
- 11. Ablauf, der trägt
- 12. Differenzierung
- 13. Formulierungen, die tragen
- 14. Wie Refmeister hilft
- 15. Häufige Fragen
Typischer Schmerz
Was ist ein Tafelbild?
Ein Tafelbild ordnet die Inhalte einer Stunde sichtbar: Es strukturiert, was erarbeitet wird, hält Ergebnisse fest und macht Zusammenhänge mit Spalten, Pfeilen oder einer Mindmap sichtbar. Für die Klasse ist es oft das, was am Ende im Heft steht.
Das Tafelbild entsteht in Etappen. Ein Teil steht schon zu Beginn, etwa die Frage der Stunde. Anderes kommt in der Erarbeitung von der Klasse, und der Merksatz steht meist erst in der Sicherung. Deshalb gehört das Tafelbild zur Planung der Stunde und nicht erst zur Durchführung.
Was ein gutes Tafelbild ausmacht
Die Überschrift ist die Frage oder das Thema der Stunde. Darunter stehen Begriffe und kurze Sätze statt ganzer Absätze, denn was die Klasse abschreibt, soll in wenigen Minuten gehen. Die Struktur folgt dem Inhalt: zwei Spalten für einen Vergleich, Pfeile für einen Ablauf, eine Mindmap für einen Begriff mit mehreren Seiten.
Farben haben eine feste Bedeutung und werden sparsam eingesetzt, zum Beispiel eine Farbe für deine Vorgaben und eine für die Beiträge der Klasse. Am Ende steht ein Merksatz, der das Lernziel der Stunde in einem Satz sagt. Und alles bleibt auch aus der letzten Reihe lesbar.
Der wichtigste Prüfstein: Passt das fertige Tafelbild zum Lernziel? Wenn am Ende etwas anderes an der Tafel steht, als die Stunde erreichen sollte, fällt das im Unterrichtsbesuch sofort auf.
Ein Tafelbild planen in fünf Schritten
Erstens mit dem Ende anfangen: Schreib den Merksatz zuerst. Was soll die Klasse am Ende der Stunde wissen? Alles andere an der Tafel führt dorthin.
Zweitens die Struktur wählen: Anschrieb, Gegenüberstellung, Ablauf, Mindmap oder Klapptafel. Die Arten stehen weiter unten.
Drittens die Entstehung planen. Ordne jeden Teil einer Phase des Verlaufsplans zu, also was im Einstieg steht, was in der Erarbeitung dazukommt und was in der Sicherung. Genau diese Reihenfolge willst du im Nachgespräch erklären können.
Viertens festlegen, was von dir kommt und was von der Klasse. Beiträge der Klasse planst du als erwartete Antworten, so wie im Erwartungshorizont.
Fünftens skizzieren und den Platz prüfen. Was auf dem Papier eng wird, passt an der Tafel erst recht nicht.
So sieht ein Tafelbild in Refmeister aus
Das Tafelbild zur Stunde «Was zieht ein Magnet an?» im Sachunterricht, Klasse 2, dasselbe Beispiel wie im Leitfaden zur Sachanalyse. Die Nummern zeigen, in welcher Phase der Block entsteht, blau sind die Beiträge der Kinder. Über «Kreidetafel» siehst du, wie das Bild im Tafel-Modus aussieht, wenn du es mit «An die Tafel» projizierst.
Klasse 2a · Sachunterricht›Magnetismus›Stunde 2
Digitale Tafel
Was an der Tafel steht, und wann es entsteht
So erzeugt dir Refmeister ab dem Einzelzugang auf Knopfdruck das Tafelbild zur Stunde, passend zum Verlaufsplan. Du kannst jeden Eintrag ändern und das Bild mit «An die Tafel» projizieren.
Welche Arten von Tafelbildern gibt es?
Fünf Grundformen decken die meisten Stunden ab. Der Anschrieb ordnet Blöcke untereinander und ist der Normalfall. Die Gegenüberstellung trennt in zwei Spalten, etwa Ursache und Folge oder Pro und Contra. Der Ablauf zeigt Schritte mit Pfeilen. Die Mindmap sammelt Aspekte um einen zentralen Begriff. Die Klapptafel nutzt die Flügel, zum Beispiel Vorwissen links, Erarbeitung in der Mitte, Übung rechts.
Die Beispiele unten zeigen jede Form an einem Thema aus Deutsch, Englisch, Sachunterricht und Mathematik.
Fünf Arten von Tafelbildern, mit Beispielen
Anschrieb (Blöcke untereinander)
Für Ergebnisse, die nacheinander entstehen. Der Normalfall.
Gegenüberstellung (zwei Spalten)
Für Vergleiche: zwei Seiten nebeneinander, etwa Ursache und Folge oder Pro und Contra.
Ablauf (Schritte mit Pfeilen)
Für Abläufe und Prozesse mit fester Reihenfolge.
Mindmap (Zentrum und Äste)
Für einen Begriff mit mehreren Aspekten, gut zum Sammeln.
Klapptafel (linker Flügel · Mitte · rechter Flügel)
Für die Klapptafel, zum Beispiel Vorwissen links, Erarbeitung in der Mitte, Übung rechts.
Tafelbilder in der Grundschule
In der Grundschule gilt alles von oben, nur noch knapper. Wenige Wörter in großer Schrift, dazu Bilder, Symbole oder Wortkarten an der Magnettafel, die die Kinder selbst anheften. Die Schrift folgt dem, was die Klasse gerade lernt, also Druckschrift, solange die Kinder noch keine verbundene Schrift lesen.
Wenn die Kinder abschreiben, plane die Zeit dafür ein und halte den Text so kurz, dass er in diese Zeit passt. Oft reicht der Merksatz.
Das Tafelbild im Unterrichtsentwurf
Im Unterrichtsentwurf steht das geplante Tafelbild im Anhang, meist als Skizze des fertigen Zustands. Hilfreich ist eine Nummerierung, die zeigt, in welcher Phase welcher Teil entsteht. Damit beantwortest du die Frage aus dem Nachgespräch schon im Entwurf.
Wenn du ein digitales Tafelbild projizierst, plane eine Variante ohne Technik. Eine Skizze auf Papier, die du an die Tafel übertragen kannst, rettet die Stunde, wenn der Beamer streikt.
So hilft dir Refmeister
Ab dem Einzelzugang erzeugt dir Refmeister zu jeder Stunde auf Knopfdruck ein Tafelbild, das zum Verlaufsplan passt. Du wählst eine der fünf Formen. Jeder Block ist einer Phase zugeordnet, Vorgaben und Beiträge der Klasse sind farblich getrennt. Mit «Aufbau zeigen» siehst du, wann welcher Teil an der Tafel steht.
Jeden Eintrag kannst du ändern, der Editor prüft dabei den Bezug zum Lernziel. Das fertige Bild lädst du als PNG oder SVG herunter. Mit «An die Tafel» projizierst du es im Tafel-Modus, dort wahlweise hell oder in Kreidetafel-Optik. Im Langentwurf steht es im Anhang.
Lernziele im 1+2-Modell
Ein Hauptlernziel, zwei Teillernziele – mehr braucht eine Stunde nicht, und weniger trägt im Besuch nicht. Das Hauptlernziel benennt eine überprüfbare Handlung der Lernenden, die Teillernziele zeigen den Weg dorthin.
Die Lernenden erschließen den zentralen Gegenstand der Stunde am Material und begründen ihr Ergebnis fachlich.
- Sie beschreiben ihre Beobachtung in eigenen Worten und mit dem passenden Fachbegriff.
- Sie übertragen die Erkenntnis auf einen zweiten, neuen Fall.
Ablauf, der im Besuch trägt
Fachleitungen sehen schnell, ob die Klasse selbst erschließt oder nur eine Erklärung nachvollzieht. Dieser Ablauf hält der Nachfrage stand:
Beobachten
Die Klasse arbeitet zuerst am Material, nicht an einer Erklärung: beobachten, sammeln, ordnen. Kein Lehrervortrag vor der Erarbeitung.
Vermuten
Die Lernenden formulieren eine Vermutung oder Hypothese und halten sie schriftlich fest — das macht Denkwege später sichtbar und bewertbar.
Prüfen
Die Vermutung wird an einem zweiten Fall, Gegenbeispiel oder Datensatz geprüft. Hier entstehen die Aha-Momente, auf die Fachleitungen achten.
Muster benennen
Erst jetzt strukturiert die Lehrkraft: Fachbegriff, Regel oder Merksatz wird gemeinsam benannt und gesichert — mit konkretem Produkt.
Realgegenstand immer mit Plan B
Differenzierung in drei Niveaus
Gleiche Lernziele, unterschiedliche Unterstützung. So bleibt die Lerngruppe zusammen und die Differenzierung ist im Verlaufsplan sichtbar begründet.
Gerüst, Hilfe, reduzierte Menge
Gestufte Hilfekarten, reduzierte Materialmenge, Satzanfänge für die Ergebnissicherung.
Erwartungshorizont der Stunde
Aufgabe mit Leitfrage und eigenständiger Wahl des Lösungs- bzw. Deutungswegs.
Vertiefung, Transfer, Begründung
Zusatzmaterial mit Gegenposition und der Auftrag, die eigene Lösung dagegen zu verteidigen.
Hausaufgabe im klaren Schema
Aufgabe: Übertrage das Ergebnis der Stunde auf ein eigenes Beispiel und begründe deine Entscheidung.
Format: Fünf bis acht Sätze im Heft, mit Bezug auf das Material der Stunde.
Formulierungen, die im Nachgespräch tragen
Die meisten Rückfragen entstehen nicht an der Stundenidee, sondern an unscharfen Lernzielen, einem zu frühen Lehrervortrag und einer Sicherung ohne Ergebnis.
- Statt
„Die Lernenden lernen etwas über das Thema.“
Besser„Die Lernenden erklären an einem Beispiel, warum … – und belegen ihre Aussage am Material.“
- Statt
Lehrervortrag am Anfang, damit alle den Stand kennen.
BesserKurzer Impuls, dann Erarbeitung am Material; die Strukturierung durch die Lehrkraft folgt in der Sicherung.
- Statt
„Sicherung im Unterrichtsgespräch.“
Besser„Sicherung: gemeinsamer Merksatz an der Tafel, den alle ins Heft übernehmen“ – ein greifbares Produkt.
Wie Refmeister dir dabei hilft
- Tafelbild zu jeder Stunde auf Knopfdruck, passend zum Verlaufsplan (ab Einzelzugang)
- Fünf Formen: Anschrieb, Gegenüberstellung, Ablauf, Mindmap, Klapptafel
- «Aufbau zeigen»: Schritt für Schritt, jeder Block einer Phase zugeordnet
- Download als PNG oder SVG, Projektion im Tafel-Modus auch in Kreidetafel-Optik
Häufige Fragen
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