Inhalt dieser Seite
- 1. Was ein Verlaufsplan enthalten muss
- 2. Typische Fehler im Unterrichtsbesuch
- 3. So gehst du in Refmeister vor
- 4. Vorlage und Beispiel: Stundenverlaufsplan für 45 Minuten
- 5. Lernziele im 1+2-Modell
- 6. Ablauf, der trägt
- 7. Differenzierung
- 8. Formulierungen, die tragen
- 9. Wie Refmeister hilft
- 10. Häufige Fragen
Typischer Schmerz
Was ein Verlaufsplan enthalten muss
Ein prüfungstauglicher Verlaufsplan bildet die Stunde in klaren Phasen ab: Einstieg, Erarbeitung, Sicherung, Anwendung/Vertiefung, Reflexion. Zu jeder Phase gehören: Zeit, Inhalt/Aufgabe der SuS, Handlung der Lehrkraft, Sozialform, Medien/Materialien und ggf. didaktisch-methodischer Kommentar.
Entscheidend ist, dass die Phasen konsistent sind: Sozialform passt zur Aufgabe, Medium passt zur Sozialform, Zeitsumme = Stundenlänge. Fachleiter erkennen Bruchstellen sofort, zum Beispiel Gruppenarbeit im Einstieg oder eine Sicherung ohne konkretes Produkt.
Typische Fehler im Unterrichtsbesuch
Häufige Kritikpunkte im Nachgespräch: der Einstieg dauert zehn statt fünf Minuten, die Sicherung fehlt oder ist nur 'Tafelanschrieb', die Differenzierung wird angekündigt aber nicht gemacht, oder die Reflexion fehlt komplett. Auch typisch: die Lehrkraft plant 60 Minuten Inhalt in eine 45-Minuten-Stunde.
Wer den Verlaufsplan sauber baut, vermeidet 80 % dieser Kritik im Voraus.
So gehst du in Refmeister vor
Refmeister generiert dir aus Fach, Schulform, Bundesland, Klasse und Reihenthema eine vollständige Reihe mit Verlaufsplan pro Stunde. Jede Phase enthält Zeit, Inhalt, Sozialform, Medium, Differenzierung und einen didaktischen Kommentar. Du kannst jede Phase gezielt anpassen. Ändert sich eine Stunde grundlegend, plant der Assistent im Einzelzugang auf Wunsch die Folgestunden neu, und passt vorhandenes Material nicht mehr zum geänderten Verlaufsplan, weist Refmeister dich darauf hin.
Vorlage und Beispiel: Stundenverlaufsplan für 45 Minuten
| Phase | Min. | Inhalt | Sozialform | Medium |
|---|---|---|---|---|
| Einstieg | 5 | Impuls / Aktivierung des Vorwissens | Plenum | Tafel / Bild |
| Erarbeitung I | 12 | SuS erarbeiten Kernkonzept am Material | Partnerarbeit | Arbeitsblatt |
| Sicherung I | 6 | Ergebnisse zusammenführen, Merksatz | Plenum | Tafel |
| Erarbeitung II | 12 | Anwendung an weiterem Beispiel, Differenzierung | Einzelarbeit | Aufgabenpaket |
| Sicherung II | 6 | Musterlösung vergleichen | Plenum | Dokumentenkamera |
| Reflexion | 4 | Lernwegbogen ausfüllen, Ausblick | Einzelarbeit | Reflexionsbogen |
Tabelle horizontal scrollbar.
Lernziele im 1+2-Modell
Ein Hauptlernziel, zwei Teillernziele – mehr braucht eine Stunde nicht, und weniger trägt im Besuch nicht. Das Hauptlernziel benennt eine überprüfbare Handlung der Lernenden, die Teillernziele zeigen den Weg dorthin.
Die Lernenden erschließen den zentralen Gegenstand der Stunde am Material und begründen ihr Ergebnis fachlich.
- Sie beschreiben ihre Beobachtung in eigenen Worten und mit dem passenden Fachbegriff.
- Sie übertragen die Erkenntnis auf einen zweiten, neuen Fall.
Ablauf, der im Besuch trägt
Fachleitungen sehen schnell, ob die Klasse selbst erschließt oder nur eine Erklärung nachvollzieht. Dieser Ablauf hält der Nachfrage stand:
Beobachten
Die Klasse arbeitet zuerst am Material, nicht an einer Erklärung: beobachten, sammeln, ordnen. Kein Lehrervortrag vor der Erarbeitung.
Vermuten
Die Lernenden formulieren eine Vermutung oder Hypothese und halten sie schriftlich fest — das macht Denkwege später sichtbar und bewertbar.
Prüfen
Die Vermutung wird an einem zweiten Fall, Gegenbeispiel oder Datensatz geprüft. Hier entstehen die Aha-Momente, auf die Fachleitungen achten.
Muster benennen
Erst jetzt strukturiert die Lehrkraft: Fachbegriff, Regel oder Merksatz wird gemeinsam benannt und gesichert — mit konkretem Produkt.
Realgegenstand immer mit Plan B
Differenzierung in drei Niveaus
Gleiche Lernziele, unterschiedliche Unterstützung. So bleibt die Lerngruppe zusammen und die Differenzierung ist im Verlaufsplan sichtbar begründet.
Gerüst, Hilfe, reduzierte Menge
Gestufte Hilfekarten, reduzierte Materialmenge, Satzanfänge für die Ergebnissicherung.
Erwartungshorizont der Stunde
Aufgabe mit Leitfrage und eigenständiger Wahl des Lösungs- bzw. Deutungswegs.
Vertiefung, Transfer, Begründung
Zusatzmaterial mit Gegenposition und der Auftrag, die eigene Lösung dagegen zu verteidigen.
Hausaufgabe im klaren Schema
Aufgabe: Übertrage das Ergebnis der Stunde auf ein eigenes Beispiel und begründe deine Entscheidung.
Format: Fünf bis acht Sätze im Heft, mit Bezug auf das Material der Stunde.
Formulierungen, die im Nachgespräch tragen
Die meisten Rückfragen entstehen nicht an der Stundenidee, sondern an unscharfen Lernzielen, einem zu frühen Lehrervortrag und einer Sicherung ohne Ergebnis.
- Statt
„Die Lernenden lernen etwas über das Thema.“
Besser„Die Lernenden erklären an einem Beispiel, warum … – und belegen ihre Aussage am Material.“
- Statt
Lehrervortrag am Anfang, damit alle den Stand kennen.
BesserKurzer Impuls, dann Erarbeitung am Material; die Strukturierung durch die Lehrkraft folgt in der Sicherung.
- Statt
„Sicherung im Unterrichtsgespräch.“
Besser„Sicherung: gemeinsamer Merksatz an der Tafel, den alle ins Heft übernehmen“ – ein greifbares Produkt.
Wie Refmeister dir dabei hilft
- Vollständige Reihe mit Verlaufsplan pro Stunde in wenigen Minuten
- Konsistente Phasen: Zeit, Sozialform, Medium, Differenzierung passen zusammen
- Folgestunden auf Wunsch neu planen, wenn sich eine Stunde ändert (Assistent im Einzelzugang)
- Didaktische Kommentare pro Phase als Grundlage für den Langentwurf
Häufige Fragen
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