Inhalt dieser Seite
- 1. Wie ein Arbeitsblatt aufgebaut ist
- 2. Anforderungsbereiche: vom Wiedergeben zum Beurteilen
- 3. Differenzieren mit Niveaustufen
- 4. Englisch, Deutsch, Mathe: was je Fach anders ist
- 5. So erstellst du Arbeitsblätter in Refmeister
- 6. Lernziele im 1+2-Modell
- 7. Ablauf, der trägt
- 8. Differenzierung
- 9. Formulierungen, die tragen
- 10. Wie Refmeister hilft
- 11. Häufige Fragen
Typischer Schmerz
Wie ein Arbeitsblatt aufgebaut ist
Oben stehen Name, Datum, Klasse und das Thema der Stunde. Darunter folgen die Aufgaben, jede mit einer eigenen Arbeitsanweisung, die mit einem Operator beginnt: nenne, beschreibe, erkläre, begründe. Zwischen den Aufgaben bleibt so viel Platz, wie die Antwort braucht. Wer eine Begründung erwartet und zwei Zeilen lässt, bekommt zwei Zeilen.
Eine Faustregel hilft beim Schreiben: eine Anweisung, ein Auftrag. Verlangt ein Satz drei Dinge auf einmal, wird daraus besser drei Aufgaben. Die Lösung kommt auf ein eigenes Blatt, damit du sie zur Selbstkontrolle austeilen oder für die Sicherung behalten kannst.
Anforderungsbereiche: vom Wiedergeben zum Beurteilen
Die Bildungsstandards unterscheiden drei Anforderungsbereiche. AFB I ist Wiedergeben, also Begriffe nennen oder Informationen aus einem Text herausschreiben. AFB II heißt Zusammenhänge herstellen und Gelerntes auf ein neues Beispiel anwenden. In AFB III beurteilen die Schülerinnen und Schüler, nehmen Stellung oder lösen ein Problem, für das es keinen vorgezeichneten Weg gibt.
Welcher Bereich gemeint ist, verrät der Operator. Deshalb lohnt der Blick in die Operatorenliste deines Fachs und Landes, bevor du Anweisungen formulierst. Ein Blatt nur mit AFB I ist schnell bearbeitet und zeigt wenig. Für einen Unterrichtsbesuch sollte mindestens eine Aufgabe darüber hinausgehen.
Differenzieren mit Niveaustufen
Differenzieren heißt nicht, drei verschiedene Stunden zu halten. Meist bleibt das Lernziel für alle gleich, und nur die Unterstützung ändert sich: ein Wortspeicher beim Lückentext, Satzanfänge für die Begründung, ein Zwischenschritt in der Rechnung. Die schwierigere Fassung lässt diese Hilfen weg oder hängt eine Transferaufgabe an.
Plane die Sicherung so, dass alle Niveaus dort wieder zusammenkommen. Sonst hast du am Ende drei Ergebnisse, aber kein gemeinsames Tafelbild.
Englisch, Deutsch, Mathe: was je Fach anders ist
In Englisch stehen die Arbeitsanweisungen in der Regel auf Englisch, spätestens ab der Mittelstufe. Wortschatz und Grammatik lassen sich gut über Lückentexte und Zuordnungen üben. Dazu gehört aber mindestens eine Aufgabe, in der die Klasse selbst Sätze oder einen kurzen Text schreibt.
In Deutsch arbeitet das Blatt fast immer an einem Text. Der Text gehört deshalb aufs Blatt oder als Anlage dazu, mit Zeilennummern, damit Antworten belegt werden können.
Mathe braucht Rechenwege statt Lückentexten, Kästchen statt Linien und mindestens eine Sachaufgabe, in der die Rechnung in einer Situation steckt.
So erstellst du Arbeitsblätter in Refmeister
Es gibt zwei Wege. Aus einer geplanten Stunde heraus übernimmt das Arbeitsblatt Thema und Lernziel dieser Stunde. Ohne Reihe startest du in der App über „Arbeitsblatt generieren“ und wählst die Klasse, für die das Blatt gedacht ist. In beiden Fällen legst du die Zahl der Aufgaben, die Anforderungsbereiche und das Niveau fest und kannst einen eigenen Text als Grundlage mitgeben.
Refmeister mischt die Aufgabentypen Lückentext, Multiple Choice, Zuordnung und Freitext, passend zum Fach. Vor dem Download siehst du die Aufgaben in einer Vorschau. Dort kannst du einzelne löschen, neu erzeugen lassen oder mit einer Anweisung wie „leichter“ oder „mit Beispiel“ ändern. Heruntergeladen bekommst du zwei Dateien, die Übungen und die Lösungen.
Als PDF geht das in jedem Zugang, in der Probeversion mit Refmeister-Logo und in einer Niveaustufe. Drei Niveaustufen in einem Durchgang und das bearbeitbare Word-Dokument ohne Logo gibt es im Einzelzugang. Lies das Blatt trotzdem vor dem Austeilen einmal fachlich gegen: Es ist eine Vorlage für deine Klasse, keine fertige Kopiervorlage aus dem Verlag.
Lernziele im 1+2-Modell
Ein Hauptlernziel, zwei Teillernziele – mehr braucht eine Stunde nicht, und weniger trägt im Besuch nicht. Das Hauptlernziel benennt eine überprüfbare Handlung der Lernenden, die Teillernziele zeigen den Weg dorthin.
Die Lernenden erschließen den zentralen Gegenstand der Stunde am Material und begründen ihr Ergebnis fachlich.
- Sie beschreiben ihre Beobachtung in eigenen Worten und mit dem passenden Fachbegriff.
- Sie übertragen die Erkenntnis auf einen zweiten, neuen Fall.
Ablauf, der im Besuch trägt
Fachleitungen sehen schnell, ob die Klasse selbst erschließt oder nur eine Erklärung nachvollzieht. Dieser Ablauf hält der Nachfrage stand:
Beobachten
Die Klasse arbeitet zuerst am Material, nicht an einer Erklärung: beobachten, sammeln, ordnen. Kein Lehrervortrag vor der Erarbeitung.
Vermuten
Die Lernenden formulieren eine Vermutung oder Hypothese und halten sie schriftlich fest — das macht Denkwege später sichtbar und bewertbar.
Prüfen
Die Vermutung wird an einem zweiten Fall, Gegenbeispiel oder Datensatz geprüft. Hier entstehen die Aha-Momente, auf die Fachleitungen achten.
Muster benennen
Erst jetzt strukturiert die Lehrkraft: Fachbegriff, Regel oder Merksatz wird gemeinsam benannt und gesichert — mit konkretem Produkt.
Realgegenstand immer mit Plan B
Differenzierung in drei Niveaus
Gleiche Lernziele, unterschiedliche Unterstützung. So bleibt die Lerngruppe zusammen und die Differenzierung ist im Verlaufsplan sichtbar begründet.
Gerüst, Hilfe, reduzierte Menge
Gestufte Hilfekarten, reduzierte Materialmenge, Satzanfänge für die Ergebnissicherung.
Erwartungshorizont der Stunde
Aufgabe mit Leitfrage und eigenständiger Wahl des Lösungs- bzw. Deutungswegs.
Vertiefung, Transfer, Begründung
Zusatzmaterial mit Gegenposition und der Auftrag, die eigene Lösung dagegen zu verteidigen.
Hausaufgabe im klaren Schema
Aufgabe: Übertrage das Ergebnis der Stunde auf ein eigenes Beispiel und begründe deine Entscheidung.
Format: Fünf bis acht Sätze im Heft, mit Bezug auf das Material der Stunde.
Formulierungen, die im Nachgespräch tragen
Die meisten Rückfragen entstehen nicht an der Stundenidee, sondern an unscharfen Lernzielen, einem zu frühen Lehrervortrag und einer Sicherung ohne Ergebnis.
- Statt
„Die Lernenden lernen etwas über das Thema.“
Besser„Die Lernenden erklären an einem Beispiel, warum … – und belegen ihre Aussage am Material.“
- Statt
Lehrervortrag am Anfang, damit alle den Stand kennen.
BesserKurzer Impuls, dann Erarbeitung am Material; die Strukturierung durch die Lehrkraft folgt in der Sicherung.
- Statt
„Sicherung im Unterrichtsgespräch.“
Besser„Sicherung: gemeinsamer Merksatz an der Tafel, den alle ins Heft übernehmen“ – ein greifbares Produkt.
Wie Refmeister dir dabei hilft
- Arbeitsblatt aus der geplanten Stunde oder direkt für eine Klasse
- Lückentext, Multiple Choice, Zuordnung und Freitext, nach Anforderungsbereichen gemischt
- Vorschau vor dem Download: Aufgaben löschen, neu erzeugen oder per Anweisung ändern
- Lösungsblatt zu jedem Arbeitsblatt
- Drei Niveaustufen und bearbeitbarer Word-Export im Einzelzugang
Häufige Fragen
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