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Referendariat

KI für Lehrer: welche Werkzeuge bei der Unterrichtsvorbereitung helfen und wo sie Grenzen haben

KI kann dir bei der Unterrichtsvorbereitung viel Arbeit abnehmen: Ideen für einen Einstieg, einen Text auf drei Niveaus, einen ersten Entwurf für den Verlaufsplan. Sie macht aber auch Fehler, die im Unterricht peinlich werden, und beim Datenschutz gibt es Regeln, die du kennen musst.

Dieser Überblick ordnet die Werkzeuge nach dem, was sie tun, statt nach Namen. Er zeigt, wofür welche Art taugt, wo die Grenzen liegen und worauf du als Lehrkraft oder im Referendariat achten solltest. Refmeister gehört selbst zu einer dieser Gruppen. Das steht weiter unten offen dabei.

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  • Für Unterrichtsbesuche gebaut
Inhalt dieser Seite
  1. 1. Was KI bei der Unterrichtsvorbereitung gut kann
  2. 2. Werkzeugarten im Vergleich
  3. 3. Wo KI Fehler macht
  4. 4. Datenschutz: was du eingeben darfst
  5. 5. ChatGPT für die Unterrichtsplanung: so fragst du richtig
  6. 6. Welche App hilft im Referendariat bei der täglichen Unterrichtsvorbereitung?
  7. 7. Wo Refmeister einzuordnen ist
  8. 8. Lernziele im 1+2-Modell
  9. 9. Ablauf, der trägt
  10. 10. Differenzierung
  11. 11. Formulierungen, die tragen
  12. 12. Wie Refmeister hilft
  13. 13. Häufige Fragen

Typischer Schmerz

Viele Lehrkräfte probieren einen KI-Chat aus, bekommen einen allgemeinen Verlaufsplan ohne Bezug zum Lehrplan und schreiben ihn dann doch neu. Das Werkzeug war nicht schlecht, es war nur für eine andere Aufgabe gemacht.

Was KI bei der Unterrichtsvorbereitung gut kann

Am stärksten ist KI bei Aufgaben, die Formulierungsarbeit sind: einen Sachtext für die Klasse vereinfachen, denselben Text auf drei Niveaus anbieten, Ideen für einen Einstieg sammeln, Aufgaben zu einem Text variieren, einen Elternbrief entwerfen oder eine Rückmeldung freundlicher formulieren.

Auch für die Planung hilft sie, wenn sie genug Kontext hat: Fach, Klasse, Bundesland, Vorwissen und die Kompetenzerwartung, um die es geht. Je mehr davon im Werkzeug schon eingebaut ist, desto weniger musst du jedes Mal selbst eingeben.

Werkzeugarten im Vergleich

WerkzeugartGut fürLehrplanbezugWas du selbst tun musstTypische Grenze
Allgemeiner KI-Chat (z. B. ChatGPT, Claude, Gemini)Ideen, Texte umschreiben, Aufgabenvarianten, ErklärungenNur, wenn du ihn selbst mitgibstGenau beschreiben, was du willst, und das Ergebnis prüfenErfindet Fakten oder Quellen, kennt deine Klasse nicht
Generator für Arbeitsblätter und QuizEinzelne Materialien schnell erzeugenJe nach WerkzeugThema und Niveau angeben, Ergebnis prüfenMaterial steht oft für sich, ohne Verbindung zur Stunde
Planungswerkzeug mit LehrplanbezugReihe, Stunden und Material im ZusammenhangEingebaut, nach BundeslandRahmen angeben, Vorschlag anpassenWeniger frei als ein Chat für Aufgaben außerhalb der Planung
Materialbörse (ohne KI)Fertige Materialien anderer LehrkräfteUnterschiedlichPassendes suchen und anpassenPasst selten genau zu deiner Klasse und Reihe

Tabelle horizontal scrollbar.

Wo KI Fehler macht

KI-Modelle formulieren flüssig, auch wenn der Inhalt falsch ist. Typisch sind erfundene Jahreszahlen, Zitate oder Literaturangaben, Aufgaben, deren Lösung nicht stimmt, ungenaue Angaben zum Lehrplan eines Landes und in Fremdsprachen kleine Grammatikfehler, die genau die Klasse übernimmt.

Die Regel ist deshalb einfach: Nichts geht ungeprüft in den Unterricht. Lies jedes Material so, als hätte es eine Praktikantin geschrieben, die das Fach nicht studiert hat.

Datenschutz: was du eingeben darfst

Gib keine personenbezogenen Daten von Schülerinnen und Schülern in einen KI-Chat ein, also keine Namen, Noten, Diagnosen oder Beobachtungen zu einzelnen Kindern. Beschreibe die Lerngruppe allgemein. Für dienstliche Nutzung gelten außerdem die Regeln deines Landes und deiner Schule. Mehrere Länder stellen Lehrkräften inzwischen eigene KI-Zugänge bereit, etwa AIS.chat, früher telli. Frag im Seminar oder bei der Schulleitung nach, was bei dir gilt.

Achte bei jedem Werkzeug darauf, wo die Daten verarbeitet werden und ob deine Eingaben zum Training genutzt werden. Das gilt auch für Refmeister: Für die Erzeugung nutzt es KI-Modelle, deshalb gehören auch hier keine Daten einzelner Kinder in die Eingabe.

ChatGPT für die Unterrichtsplanung: so fragst du richtig

Ein KI-Chat liefert so gute Ergebnisse, wie du ihn fragst. Gib den Rahmen vollständig an: Bundesland, Schulform, Klasse, Fach, Thema, Dauer der Stunde und was die Klasse schon kann. Kopiere die Kompetenzerwartung aus dem Lehrplan wörtlich hinein, statt sie vom Modell erraten zu lassen. Verlange ein festes Format, etwa einen Verlaufsplan als Tabelle mit Phase, Zeit, Inhalt, Sozialform und Material.

Arbeite danach in Schritten weiter: erst den Ablauf, dann das Material zu einer Phase, dann die Differenzierung. Und prüfe am Ende, ob Lernziel, Erarbeitung und Sicherung zusammenpassen. Diese Prüfung nimmt dir kein Werkzeug ab.

Welche App hilft im Referendariat bei der täglichen Unterrichtsvorbereitung?

Das hängt von der Aufgabe ab, und meist ist es mehr als ein Werkzeug. Für schnelle Texte und Ideen reicht ein KI-Chat. Für eine ganze Reihe mit Lehrplanbezug, aus der Stunden und Material zusammenhängend entstehen, ist ein Planungswerkzeug gebaut. Geprüfte fertige Materialien findest du auf den Bildungsservern der Länder, im Begleitmaterial zu eurem Schulbuch und in Materialbörsen.

Für den Unterrichtsentwurf im Unterrichtsbesuch gilt: KI kann einen Entwurf vorbereiten, die Begründungen zur eigenen Klasse musst du selbst schreiben oder zumindest gründlich prüfen. Viele Seminare erwarten, dass du offenlegst, womit du gearbeitet hast.

Wo Refmeister einzuordnen ist

Refmeister ist ein Planungswerkzeug, kein allgemeiner Chat. Du gibst Fach, Schulform, Bundesland und Thema an, ohne zu prompten. Daraus entstehen eine Unterrichtsreihe nach dem Lehrplan deines Landes, Verlaufspläne für die Stunden und das passende Material, Arbeitsblätter im Einzelzugang in drei Niveaus. Im Einzelzugang passt du die Reihe danach mit dem Chat-Assistenten im Gespräch an.

Für vieles außerhalb der Planung ist ein allgemeiner KI-Chat flexibler, etwa für einen Elternbrief oder eine schnelle Erklärung. Ausprobieren kannst du Refmeister 14 Tage kostenlos, kündbar jederzeit.

Lernziele im 1+2-Modell

Ein Hauptlernziel, zwei Teillernziele – mehr braucht eine Stunde nicht, und weniger trägt im Besuch nicht. Das Hauptlernziel benennt eine überprüfbare Handlung der Lernenden, die Teillernziele zeigen den Weg dorthin.

Hauptlernziel

Die Lernenden erschließen den zentralen Gegenstand der Stunde am Material und begründen ihr Ergebnis fachlich.

Zwei Teillernziele
  • Sie beschreiben ihre Beobachtung in eigenen Worten und mit dem passenden Fachbegriff.
  • Sie übertragen die Erkenntnis auf einen zweiten, neuen Fall.

Ablauf, der im Besuch trägt

Fachleitungen sehen schnell, ob die Klasse selbst erschließt oder nur eine Erklärung nachvollzieht. Dieser Ablauf hält der Nachfrage stand:

  1. Beobachten

    Die Klasse arbeitet zuerst am Material, nicht an einer Erklärung: beobachten, sammeln, ordnen. Kein Lehrervortrag vor der Erarbeitung.

  2. Vermuten

    Die Lernenden formulieren eine Vermutung oder Hypothese und halten sie schriftlich fest — das macht Denkwege später sichtbar und bewertbar.

  3. Prüfen

    Die Vermutung wird an einem zweiten Fall, Gegenbeispiel oder Datensatz geprüft. Hier entstehen die Aha-Momente, auf die Fachleitungen achten.

  4. Muster benennen

    Erst jetzt strukturiert die Lehrkraft: Fachbegriff, Regel oder Merksatz wird gemeinsam benannt und gesichert — mit konkretem Produkt.

Realgegenstand immer mit Plan B

Jede Demonstration, jedes Experiment und jeder Realgegenstand braucht eine Alternative – Projektion, Video oder Tafelzeichnung. Refmeister nennt die Ausweichvariante direkt mit.

Differenzierung in drei Niveaus

Gleiche Lernziele, unterschiedliche Unterstützung. So bleibt die Lerngruppe zusammen und die Differenzierung ist im Verlaufsplan sichtbar begründet.

Unterstützung

Gerüst, Hilfe, reduzierte Menge

Gestufte Hilfekarten, reduzierte Materialmenge, Satzanfänge für die Ergebnissicherung.

Basis

Erwartungshorizont der Stunde

Aufgabe mit Leitfrage und eigenständiger Wahl des Lösungs- bzw. Deutungswegs.

Herausforderung

Vertiefung, Transfer, Begründung

Zusatzmaterial mit Gegenposition und der Auftrag, die eigene Lösung dagegen zu verteidigen.

Hausaufgabe im klaren Schema

Aufgabe: Übertrage das Ergebnis der Stunde auf ein eigenes Beispiel und begründe deine Entscheidung.
Format: Fünf bis acht Sätze im Heft, mit Bezug auf das Material der Stunde.

Formulierungen, die im Nachgespräch tragen

Die meisten Rückfragen entstehen nicht an der Stundenidee, sondern an unscharfen Lernzielen, einem zu frühen Lehrervortrag und einer Sicherung ohne Ergebnis.

  • Statt

    „Die Lernenden lernen etwas über das Thema.“

    Besser

    „Die Lernenden erklären an einem Beispiel, warum … – und belegen ihre Aussage am Material.“

  • Statt

    Lehrervortrag am Anfang, damit alle den Stand kennen.

    Besser

    Kurzer Impuls, dann Erarbeitung am Material; die Strukturierung durch die Lehrkraft folgt in der Sicherung.

  • Statt

    „Sicherung im Unterrichtsgespräch.“

    Besser

    „Sicherung: gemeinsamer Merksatz an der Tafel, den alle ins Heft übernehmen“ – ein greifbares Produkt.

Wie Refmeister dir dabei hilft

  • Unterrichtsreihen nach dem Lehrplan deines Bundeslands, ohne Prompten
  • Verlaufspläne und passendes Material aus derselben Reihe
  • Arbeitsblätter in drei Niveaus im Einzelzugang
  • Reihe per Chat-Assistent anpassen (Einzelzugang)

Häufige Fragen

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